PV-Überschussladen ist im Sommer unschlagbar günstig — dein Auto lädt mit Strom, der sonst ungenutzt ins Netz eingespeist würde. Aber sobald keine Sonne da ist — abends, nachts, im Winter — greift dein Auto voll auf den Netzstrom zurück. Hast du einen klassischen Flatrate-Tarif, zahlst du dann den ganzen Tag über denselben Preis, egal ob gerade Nachtstrom-Überschuss im Netz ist oder Abend-Peak. Ein dynamischer Stromtarif ändert das: Der Preis schwankt stündlich mit dem tatsächlichen Börsenstrompreis — und genau dort lohnt es sich, den Ladezeitpunkt bewusst zu wählen.
Was ist ein dynamischer Stromtarif?
Bei einem dynamischen Tarif zahlst du nicht einen festen Cent-Betrag pro kWh, sondern einen Preis, der sich stündlich ändert — meist gekoppelt an den Day-Ahead-Börsenpreis. Nachts oder bei viel Windstrom im Netz kann der Preis auf wenige Cent fallen, am frühen Abend (hohe Nachfrage) deutlich steigen. Bekannte Anbieter in Deutschland sind Tibber, Awattar, sowie dynamische Tarife von E.ON und EnBW. Der Unterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Stunde an einem Tag liegt oft bei Faktor 2–3.
Warum PV-Überschussladen allein nicht reicht
PV-Überschussladen optimiert nur die Stunden, in denen deine Anlage tatsächlich Überschuss produziert. Realistisch deckt das — abhängig von Anlagengröße und Fahrverhalten — einen Teil des Jahresbedarfs ab (unseren Ersparnisrechner dazu findest du hier). Den Rest lädst du aus dem Netz. Bei einem Flatrate-Tarif ist dieser Rest immer gleich teuer. Bei einem dynamischen Tarif kannst du ihn günstiger machen, wenn du weißt, wann der Strom gerade billig ist.
Wie PV-Flow beide Welten zusammenbringt
PV-Flow lädt bei PV-Überschuss automatisch mit deinem eigenen Sonnenstrom — das ist unverändert der Kern des Produkts. Zusätzlich zeigt dir das Live-Dashboard den stündlichen Tibber-Preisverlauf für heute und morgen, inklusive farblicher Markierung der günstigsten Stunden. Ist gerade kein Überschuss da, siehst du auf einen Blick, ob sich Warten lohnt oder ob du direkt zur aktuellen Stunde laden solltest — die Entscheidung liegt bei dir, PV-Flow liefert die Grundlage dafür direkt im Dashboard, ohne dass du zwischen App und Tibber-App wechseln musst.
Die Verbindung richtest du einmalig über einen Tibber-Zugangstoken in den App-Einstellungen ein; danach aktualisiert sich der Preisverlauf automatisch im Hintergrund.
Für wen lohnt sich die Kombination?
Am meisten bringt es, wenn du beides gleichzeitig hast: eine PV-Anlage für die Sonnenstunden und einen dynamischen Tarif für den Rest. Aber auch ohne eigene PV-Anlage lohnt sich der Blick auf den Preisverlauf — dann lädst du dein Auto einfach konsequent in den günstigen Nachtstunden statt zur teuren Abendspitze. Wer noch unsicher ist, welcher Anbieter passt: Tibber ist aktuell direkt in PV-Flow integriert; andere Anbieter wie Awattar, E.ON oder EnBW lassen sich unabhängig vom Dashboard ebenfalls nutzen.
Mehr zur Einrichtung von PV-Flow findest du in der Einrichtungs-Anleitung, einen Überblick über unterstützte Wallboxen im Wallbox-Vergleich.
