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Wallbox-Vergleich: go-eCharger, Heidelberg, Keba, Phoenix Contact & ABL für PV-Überschussladen

go-eCharger, Heidelberg Energy Control, Keba KeContact P30, Phoenix Contact und ABL eMH1 im Vergleich — Protokoll, Setup-Aufwand und Cloud-Abhängigkeit für PV-Überschussladen mit PV-Flow.

Welche Wallbox für PV-Überschussladen? Wir haben die fünf mit PV-Flow unterstützten Wallboxen nebeneinandergelegt — nicht nach Marketing-Versprechen, sondern nach dem, was beim Einrichten tatsächlich zählt: Protokoll, Aufwand und ob du am Ende noch eine Herstellercloud brauchst.

Die Wallboxen im Überblick

Wallbox Protokoll Port Setup-Aufwand Besonderheit
go-eCharger HOME+ HTTP REST API v2 80 Einfach, 5 Min. 1-phasig/3-phasig umschaltbar
Heidelberg Energy Control Modbus TCP 502 Mittel, 15 Min. Modbus muss im Webinterface erst aktiviert werden
Keba KeContact P30 Modbus TCP 502 Mittel, 15 Min. Braucht optionales Netzwerkmodul für Modbus TCP
Phoenix Contact Modbus TCP 502 Fortgeschritten, 20 Min. Industrie-Wallbox, ältere Modelle brauchen ggf. Firmware-Update
ABL eMH1/2/3 Modbus ASCII 502 (über EW11) Fortgeschritten, 35 Min. Kein Ethernet/OCPP — zusätzlicher Elfin-EW11-Adapter nötig

Alle fünf laufen bei PV-Flow komplett lokal — keine Herstellercloud, kein Account, keine Internet-Abhängigkeit im Betrieb.

go-eCharger HOME+ — am schnellsten eingerichtet

Die go-eCharger HOME+ hat als einzige in diesem Vergleich eine offene HTTP-REST-API ohne Modbus-Freischaltung — anschließen, IP eintragen, fertig. Zusätzlich unterstützt sie die Umschaltung zwischen 1-phasigem und 3-phasigem Laden, was bei wenig PV-Überschuss (z. B. an bewölkten Tagen) eine feinere Regelung erlaubt als reine 3-phasige Wallboxen.

Heidelberg, Keba, Phoenix Contact — Modbus TCP mit Vorbereitungsaufwand

Diese drei laufen technisch identisch (Modbus TCP, Port 502), unterscheiden sich aber im Vorbereitungsaufwand:

  • Heidelberg Energy Control verlangt einmaliges Aktivieren von Modbus TCP im Webinterface — danach unauffällig.
  • Keba KeContact P30 braucht das optionale Netzwerkmodul; ohne dieses ist nur DIP-Schalter-Betrieb ohne Netzwerksteuerung möglich.
  • Phoenix Contact ist als Industrie-Wallbox ausgelegt — bei älteren Modellen ohne werksseitige Modbus-Unterstützung ist vorher ein Firmware-Update nötig.

ABL eMH1/2/3 — die Sonderrolle

Die ABL eMH-Serie hat weder Ethernet noch OCPP — sie spricht ausschließlich Modbus ASCII über RS485. Für PV-Flow braucht es deshalb zusätzlich einen Elfin EW11 als RS485-zu-WLAN-Brücke. Das macht das Setup aufwendiger (35 Minuten, “fortgeschritten”), und Phasenumschaltung ist hardwarebedingt nicht möglich. Wer aber bereits eine ABL besitzt, muss sie dafür nicht ersetzen.

Fazit

Für die schnellste Einrichtung ohne Vorwissen ist die go-eCharger HOME+ die unkomplizierteste Wahl. Wer bereits eine Modbus-fähige Wallbox von Heidelberg, Keba oder Phoenix Contact besitzt, muss nichts austauschen — nur einmalig Modbus TCP aktivieren. Und selbst die älteste ABL-Wallbox lässt sich mit einem zusätzlichen EW11-Adapter noch integrieren, statt sie zu ersetzen.

Die passende Setup-Anleitung für dein Modell findest du in der Wallbox-Kompatibilitätsübersicht.

Geschrieben von PV-Flow Team
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